| Chemnitz
Alles im Blick: SCADA-Visualisierung in WarehousePilot
In automatisierten Lager- und Förderanlagen zählt im Störungsfall jede Minute. Entscheidend ist dann nicht nur, dass eine Störung gemeldet wird, sondern dass sie sofort verständlich, eindeutig verortet und mit den richtigen Prozessinformationen verbunden ist. Genau hier setzt die in WarehousePilot integrierte SCADA-Visualisierung an.
Statt eine externe Visualisierung parallel zur Materialflusssteuerung zu betreiben, wird die Anlagenvisualisierung direkt im Browser-Interface von WarehousePilot bereitgestellt. Anwender benötigen keine zusätzlichen Third-Party-Plug-ins und keine separate Spezialsoftware. Die Visualisierung läuft auf aktuellen Browsern und ist damit dort verfügbar, wo operative Teams ohnehin arbeiten: in der zentralen Oberfläche für Steuerung, Monitoring und Analyse.
Ein besonderer Vorteil liegt in der frei skalierbaren Darstellung. Über eine leistungsfähige Rendering-Engine, wie man sie aus dem Game-Design kennt, lassen sich Anlagenbereiche stufenlos zoomen: von der Gesamtübersicht bis zum Detail einzelner Fördertechnik-Komponenten, Plätze, Sensoren oder Transporteinheiten. Je nach Zoom-Level verändert sich der Detaillierungsgrad der Anzeige. So bleibt die Übersicht klar, ohne dass wichtige Detailinformationen verloren gehen.
WarehousePilot führt dabei Informationen aus mehreren Ebenen zusammen. Daten aus der Sensor- und Aktorebene der SPS werden mit Prozessdaten aus WCS- und WMS-Kontexten verbunden. Dadurch entsteht ein gemeinsamer Informationsstand über Anlage, Materialfluss, Bestände, Aufträge und Störungen. Für operative Teams bedeutet das: weniger Wechsel zwischen Systemen, weniger Interpretationsaufwand und ein verlässlicher Single Point of Truth.
Die Echtzeitfähigkeit entsteht durch den nativen Zugriff auf SPS-Daten, beispielsweise über Siemens S7 PG oder OPC UA. Störungen, Betriebszustände und Anlageninformationen werden unmittelbar in der Visualisierung dargestellt. Alerts erscheinen mit direktem Ortsbezug im Layout der Anlage, sodass Teams schneller erkennen, wo ein Problem auftritt und welche Prozesse betroffen sind.
Die Visualisierung ist dabei nicht nur ein passives Monitoring-Werkzeug. Im Störungsfall können Anwender interaktiv mit Informationen arbeiten, Detail- und Info-Dialoge öffnen und relevante Datenobjekte aus WCS- und WMS-Ebene direkt ansteuern. So lassen sich technische Zustände, Transporte, Ladeeinheiten, Aufträge oder Prozessinformationen schneller miteinander in Beziehung setzen. Das unterstützt nicht nur die Störungslokalisierung, sondern auch die strukturierte Störungsbehebung.
Auch für das laufende Anlagenmonitoring schafft die integrierte Visualisierung zusätzlichen Mehrwert. Echtzeit-KPIs zur Anlagenleistung können direkt im Kontext der Anlage angezeigt werden. Teams sehen dadurch nicht nur, ob ein Bereich läuft, sondern auch, wie er performt. Engpässe, Auslastung und Störschwerpunkte werden damit schneller erkennbar.
WarehousePilot Control verfolgt damit konsequent den Plattformgedanken: Lagerverwaltung, Materialflusssteuerung, Automatisierung und operative Transparenz werden nicht als getrennte Werkzeuge gedacht, sondern als zusammenhängendes System. Die integrierte SCADA-Visualisierung ist ein weiterer Baustein dafür, komplexe Intralogistik verständlicher, reaktionsschneller und stabiler zu betreiben.