| Chemnitz
Schrittweise automatisieren: Wie bestehende Lager mit neuen Anforderungen wachsen
Steigende Auftragsmengen, veränderte Sortimente oder knappe Personalressourcen stellen gewachsene Lagerstrukturen vor neue Aufgaben.
Gleichzeitig erfüllen vorhandene Anlagen und eingespielte Abläufe weiterhin ihren Zweck.
Für viele Unternehmen stellt sich deshalb die Frage: Wie lässt sich die Intralogistik gezielt weiterentwickeln und dabei auf dem Bestehenden aufbauen?
Den passenden Einstieg finden
Am Anfang steht ein genauer Blick auf die Prozesse. Wo entstehen Wartezeiten? Welche Transporte wiederholen sich besonders häufig? Wo fehlen Informationen, sodass Mitarbeitende nachfragen, suchen oder manuell eingreifen müssen? Die Antworten helfen dabei, einen ersten Bereich mit klar abgrenzbarem Verbesserungspotenzial auszuwählen.
Das kann beispielsweise der Transport fertiger Waren von der Produktion zum Lager sein. Wiederkehrende Wege und eindeutige Übergabepunkte bieten gute Voraussetzungen, um Abläufe zunächst digital zu koordinieren und anschließend bei Bedarf zu automatisieren. Ob dafür vorhandene Stapler, zusätzliche Fördertechnik oder fahrerlose Transportsysteme geeignet sind, hängt von Transportvolumen, räumlichen Bedingungen und der erforderlichen Flexibilität ab.
Das Zusammenspiel frühzeitig planen
Auch eine räumlich begrenzte Automatisierung muss in den Gesamtprozess passen. Ein Transportauftrag benötigt verlässliche Informationen: Ist die Ware abholbereit? Steht am Ziel ein Übergabeplatz zur Verfügung? Wie wird der Abschluss zurückgemeldet? Ebenso wichtig ist die Frage, was bei Störungen oder kurzfristigen Änderungen passiert.
Deshalb sollten die Zuständigkeiten zwischen Lagerverwaltung, Materialflusssteuerung und eingesetzter Technik früh geklärt werden. Bestehende Systeme können weiter genutzt werden, sofern sie die benötigten Funktionen und Schnittstellen bereitstellen. Wo das nicht ausreicht, lässt sich gezielt prüfen, welche Ergänzung oder Modernisierung erforderlich ist.
Erfahrungen für den nächsten Schritt nutzen
Ein abgegrenzter erster Umsetzungsschritt schafft die Möglichkeit, Ergebnisse im Alltag zu bewerten. Transportzeiten, manuelle Eingriffe oder Wartezeiten an Übergabepunkten zeigen, ob die erwartete Entlastung tatsächlich erreicht wird. Auch die Erfahrungen der Mitarbeitenden gehören dazu: Sie machen sichtbar, wo Abläufe verständlicher werden müssen oder Ausnahmen noch nicht ausreichend berücksichtigt sind.
Auf dieser Grundlage können weitere Bereiche folgen. Dafür lohnt es sich, spätere Erweiterungen bereits bei der ersten Ausbaustufe mitzudenken – etwa bei Schnittstellen, Datenstrukturen und der Vergabe von Transportaufträgen.
IFD unterstützt Unternehmen dabei, Lagerverwaltung, Materialflusssteuerung und innerbetriebliche Transporte aufeinander abzustimmen. Im Mittelpunkt steht eine Softwarelösung, die zu den heutigen Prozessen passt und die nächsten Entwicklungsschritte ermöglicht.